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(wie immer, Bilder leider "bloss" auf "Coming & Goings"


Frohe Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr!

 

Wir haben die 6 Wochen in der Schweiz gut genutzt, die erste Woche verbrachten wir bei meinen Eltern, (nochmals herzlichen Dank dass wir bei Euch sein durften – das ist nähmlich nicht selbstverständlich, ist die Wohnung doch relative klein und da merkt man dann gut wenn 2 extra Leute „sich breit machen“!)

Wir haben unsere Pässe erneuert, ganz viel Administratives erledigen können bei der Bank etc. und wir hatten genug Zeit einige Freunde zu besuchen. Nach einer Woche ging es dann eben via Bern (Konsulate) nach Villars; ohne Probleme, da die Strassen total schneefrei waren. In Villars sur Ollon machten wir rasch eine Einkaufsliste und schon waren wir wieder unterwegs ins Tal, wir wollten vom Mietauto profitieren. Am Tag danach brachten wir dann den Mietwagen retour und zwar auf den Flughafen in Genf, per Zug und Postauto kamen wir dann wieder nach Villars. In der herrlichen Wohnung von der Cousine von Gerry machten wir es uns dann gemütlich für die nächsten 4 Wochen in den Bergen. Während der ersten paar Tage war die Umgebung relative grün, nur die Bergspitzen waren weiss. Wir machten tägliche Spaziergänge und waren bald bereit etwas seriösere Wanderungen zu unternehmen, aber da machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, es gab wunderbaren Schnee! Machte aber überhaupt nichts, es gibt in Villars genügend Wanderwege, eben an und/oder ins Tal hinunter wenn man nicht unbedingt in die Höhe will wegen der Weissen Masse. Der Schnee schmolz jedoch nach wenigen Tagen und so konnten wir mit Tieke und Ruud (Schwester und Mann von Gerry) tolle Wanderungen machen. Wir wanderten mindestens jeden zweiten Tag, einen Spaziergang ins Dorf gab es aber täglich. Wir realisierten nicht wie sehr uns die Berge und der Schnee eigentlich gefehlt haben. Immer nur schönes warmes Wetter ist ja OK, aber einmal wieder einen richtigen Winter erleben war auch ganz TOLL! Eines Morgens erwachten wir und „äs schneielet ganz liiislig“ und es ging so weiter den ganzen Tag, bis wir schlussendlich 45cm Neuschnee hatten, herrlich aber leider alles Puderschnee also nichts um ein Igloo oder einen Schneemann zu bauen, nicht einmal eine Schneeballschlacht konnte man veranstalten!

Aber man konnte diese Pracht geniessen, es war kalt und somit blieb der Schnee bis wir per Zug Villars verliessen, Gerry Richtung Basel-Amsterdam und ich Richtung Kloten!

 
Am 13. Dezember flogen wir wieder retour nach Antalya. Hier in der Türkei war das Wetter während unserer Abwesenheit alles andere als warm und sonnig, hier gab es heftige Stürme und sehr viel Regen. Wir hoffen jetzt einfach dass das schlechte Wetter etwas zu früh über die Bühne ging; man hat uns nähmlich „versprochen“ dass es „so-so-la-la“ Wetter gäbe im Januar und Februar. Nun ja, man kann ja hoffen, oder?

Die Marina ist leider immer noch nicht fertig und wir waren recht entdäuscht als wir hier ankamen, hatten wir doch gehofft dass wir nach 6 Wochen Abwehsenheit einen grossen klaren Unterschied feststellen könnten. Aber eben, wir sind hier nicht in der Schweiz sondern in der Türkei und hier arbeitet man einfach anders......nun, lassen wir das, es bringt ja sowieso nichts!

Geniessen wir einfach das (jetzt wieder) schöne Wetter mit den angenehmen 20C Telperaturen (tagsüber), dem Tennis, dem Jeu de Boule, Cricket, wöchentlichen BBQ, etz

und freuen wir uns auf 2010! Hoffentlich dürfen wir weiterhin von guter Gesundheit profitieren und immer eine Handbreite Wasser unterm dem Kiel finden – was wollen wir noch mehr??!!

Don’t worry – be happy!)




September 23 2009


Hallo, hier wieder einmal ein Update auf Deutsch!

 

Also unsere Segelsaison dieses Jahr war etwas verzettelt; wir sind zwar relative früh losgefahren / gesegelt, aber „bloss“ mit dem Ziel Alanya. Alanya liegt im SüdOsten der Türkei, man sagt es ist die Türkische Adria. Nicht sicher ob das heutzutage noch so ein spezieller Begriff ist oder ob dieser Begriff heute sogar eher einen negativen Charakter hat. Nun, macht nichts, Alanya ist tatsächlich schön gelegen und ob wohl es im Sommer sehr touristisch ist, fühlt man sich trotzdem wohl.

 

Wir sind also von Marmaris weg und haben in der grossen Göcek – Fethyie Bucht zum ersten Male halt gemacht. Diese Bucht ist sehr schön und da kann man immer herrlich segeln zwischen den beiden Orten und es hat sehr viele Ankerplätze und im Frühjahr ist es auch noch nicht überfüllt mit anderen Booten. Wir wollten hier in Göcek in dem Marine Zubehör Laden einen BBQ (für das Boot) kaufen, haben wir dann auch getan. Dann war Kas auf dem Program, auch das ist ein netter Ort, hier gefällt es uns immer sehr gut und auch hier ist es gemütlich und noch nicht überfüllt mit Touristen. Kekova Roads war dann als nächster Halt angesagt und hier war es noch ganz leer. Viele Restaurants waren noch geschlossen und überall wurde gebaut und repariert in der Hoffnung dass auch dementsprechend Touristen kommen. Nach Kekova gingen wir weiter, einige Tage verbrachten wir in die Finike Marina und dann das letzte Stück, quer über den Antalya Golf nach Alanya.

Die Alanya Marina war (im Monat Mai) noch total im Bau und man brauchte etwas Geduld und Verständniss weil halt wirklich nicht alles funktionierte!

 

http://alanyamarina.com.tr/eng/index.html

 

Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit und täglich werden Arbeiten erledigt, Verbesserungen gemacht, ein Provisorium erstellt und somit ist es einem nie langweilig! Was man auf keinen Fall machen darf ist die Bauweise mit Europäischen Augen ansehen oder die Arbeiten mit Europäischen vergleichen; das mag einem oft sehr schwer fallen, aber wir sind in der Türkei und die Qualität und die Ausbildung der Arbeiter ist auf einem anderen Niveau. Das ist für uns Segler OK; man kann hier noch Motore und Zubehör reparieren lassen. In der Türkei kennt man die Mentalität „weg mit dem alten, kauft etwas neues“ noch nicht, hier sieht man richtig alte Traktore, Autos, Motorräder, Waschmaschinen etc, alles wird noch repariert bis es wirklich nicht mehr anders geht.

Ein gutes Beispiel von der letzten Segelsaison:

Wir hatten Probleme mit der Lichtmaschine Ende September 2008. Der „Elektriker“ meinte, er müsste bloss einige Kugellager auswechsel und das ganze besser balancieren. Er meinte das ganze laufe nicht mehr rund um die Achse. Nun, sagt er, kann ich ein Dose Cola haben? Wie Bitte?! Sorry, haben wir nicht. Nein, nein, meinte er, eine lehre Dose. ....und somit habe ich Ihm eine volle Dose Eistee gegeben, diese wurde ausgetrunken und dann in Streiffen zerschnitten. Die Streiffen dienten dazu die Unebenheiten rund um die Achse auszubessern. So, meinte er, das hält bis Ihr in Marmaris seit für den Winter; dann könnt Ihr mich anrufen und ich komme, nehme die Lichtmaschine mit und repariere sie dann richtig! Gesagt – getan!

 

Dieser Elektriker hat für uns einige Sachen erledigt letzten Winter. Es ist wirklich interessant zu sehen wie die Leute mit relative wenig Mitteln arbeiten. Aber, um ehrlich zu sein, ein Haus würde ich hier nie bauen lassen, deren Bauweise stimmt halt schon überhaupt nicht überein mit der Bauweise an die ich mich gewöhnt bin!

 

Unsere 2 Reisen nach Holland, die erste Ende Mai um den 90sten Geburtstag von Gerry’s Mutter zu feiern und dann wieder im Juli um Haus und Garten von einer Cousine zu hüten, waren sehr schön. Wir sind sehr viel mit den Fahrrädern unterwegs gewesen und auch eine Woche mit Kitty und Anne (Gerry’s Schwester und Mann) mit derem Motorboot auf den Kanälen und Flüssen von Friesland nach Rotterdam gefahren. Wir waren immer wieder überrascht wie grün dieses kleine Land ist und wie man immer wieder das Gefühl hatte dass man quasi in Kanada sein könnte, mit anderen Worten km und km weg vom nächsten Nachbarn oder dem nächsten Dorf.

 

Mitte August waren wir dann endlich wieder bereit loszulegen. Die hohen Temperaturen hier in der Türkei haben uns schon ein wenig zu schaffen gemacht, hatten wir doch bloss 30 Celsius in Holland und so gegen 40C hier!  Aber nach dem Besuch von Cousin Jaap und Famile, wir hatten Domino’s Pizza bestellt zum Mittagessen (9 Passagiere in einem Minivan von Holland in die Türkei und retour - dauer 1 Monat) war es wirklich höchste Eisenbahn; Gerry wurde langsam aber sicher ungeduldig und somit ging es dann los.

Erster Stop Finike, dann Kekova und Kas, also quasi den selben Weg wie im Frühjahr, nur umgekehrt. Wir wollten jedoch nicht all zu viel motoren und somit haben wir in Kas beschlossen nicht weiter Richtung Marmaris zu gehen. Wir genossen die ruhigen Buchten, sassen am Anker und spielten unsere obligatorische Runde Scrabble am Nachmittag, immer mit mehreren Büchern gewappnet (eines zum reinen Vergnügen und eines etwas mehr lehrreich wie zum Beispiel „die Geschichte vom 2ten Weltkrieg“ oder „Holländisch für Dummies“ – sicher ist klar wer was am lesen ist!!) Ich übe Gittarre spielen und Gerry übt Klarinette, Ihr könnt Euch vorstellen warum wir oft alleine in einer Bucht gesessen haben.....

 

Gegen Mitte September habe ich leider einen Zehen gebrochen und da wurde das Leben am Anker etwas unangenehm.....im Bootinneren ist der Boden fast überall uneben und somit eine weitere Verletzungsgefahr und auch das vom Boot ins Beiboot kletter ist nicht unbedingt ein Vergügen, aber am schlimmsten ist es zu wissen, dass man leider nicht mehr so funktionsfähig ist wie man es gerne sein möchte! Es geht halt alles langsamer aber ab und zu muss es aber eben schnell gehen auf einem Schiff und darum habe ich dann halt vorgeschlagen unsere eigentlich schon kurze Segelsaison nochmals zu verkürzen und zur Alanya Marina zurück zu segeln. Hier sind wir gut angemacht und haben etwas mehr Komfort!

 

.....und somit sind wir tatsächlich wieder hier, wir helfen das Marina Leben zu organisieren,  wie gehen mit dem Fahrrad in die Stadt um heraus zu finden wo was ist, wir machen einen Stadtplan und markieren darauf den Standort der Post, der Lebensmittelläden, die Märkte, Spitäler, Autovermietungen, Reparaturwerkstätte etc...

Es fehlt uns nicht an „Aufgaben“; Gerry hat aber trotzdem ab und zu langeweile, er möchte halt schon noch draussen auf dem Meer sein anstatt hier drinnen in der Marina!


February 17 2009   

 

Mein Besuch in der Schweiz war “kurz aber kräftig“.

 

Ich bin am 1. Februar von Marmaris losgefahren per Bus und nach za. 14 1/2 Stunden in Istanbul angekommen. Das war eine Erfahrung welche ich nicht so schnell wiederholen werde. Nicht dass der Bus nicht bequem war, nein im Gegenteil, aber so jede Stunde einmal wurde Halt gemacht um zusätzliche Passagiere mitzunehmen oder um dem Buschauffeur eine Ruhepause zu genehmigen. Ist ja alles gut und recht, aber ich bin nicht mehr im Alter wo ich eine Freinacht als etwas tolles empfinde!! Als wir endlich an der Busstation waren wo ich aussteigen musste um einen anderen Bus zu besteigen um zum Flugplatz zu fahren wurde mir mitgeteilt, dass „heute“ keine Busse fahren würden!!!! Ich war überhaupt nicht aufgelegt mit den Leuten zu streiten (konnte ich auch nicht von wegen der Sprache...ha!ha!) und somit bestieg ich, wohl oder übel, halt einen Taxi!! (die gab es selbstverständlich in jeder Menge)

Der Flug von Istanbul nach Basel verlief ohne Probleme und ganz unverhofft verlief die Reise nach Kloten per Auto. Mein Bruder Hans kam mich abholen (obwohl ich an Ihm vorbei stolzierte am Flughafen; hatte ich doch meine Eltern erwartrt als Empfangskomitee! Leider hatte mein Vater Gesundheitliche Probleme und er war nicht in der Lage die Bahnfahrt von Zürich nach Basel zu machen und da sprang mein Bruder Hans ein! Vielen Dank; eigentlich hätte ich auch ganz alleine die Bahnfahrt in Angriff nehmen können aber es war schön non-stop im Auto die letzte Reise Etappe zurück zu legen! Ich war schlussendlich fast 24 Stunden unterwegs.

Also war zuerst einmal ein Ruhetag auf dem Program!

 

Dann mussste ich meine „to do Liste“ ansehen und systematisch durchgehen. Swisscom / Bluewin war einmal mehr auf der Liste, dieses Mal wegen dem Mobile Telefon welches sich durch etwas zu selbständiges verhalten bemerkbar machte in den letzten Tagen. Schon einige Male wurde uns mitgeteilt ( von unserem Schwager in Holland oder unserem Sohn in Kanada) dass unser Telefon nicht bloss ein SMS verschickt sondern mehrere. Vor einigen Tagen war dies der Fall, da hatte Gerry mir geschrieben dass Er an der Busstation angekommen sei (retour von Holland). Diese Nachricht füllte meine Inbox auf dem Türkischen Handy! Hier in der Schweiz kontaktierte ich dann Swisscom und mir wurde mitgeteilt, dass ja tatsächlich eine Nachricht gesandt wurde an diesem Tag und zu der richtigen Zeit und zwar sage und schreibe 69 Mal!!!!!!!  Gottlob habe ich vor einigen Jahren eine „gute Seele“ bei Swisscom gefunden, eine Angestellte welche realisiert dass nicht jeder Kunde nach Schema A, B oder C eingereiht werden kann und diese Person hat auch sofort reagiert und 68 SMS wieder gutgeschrieben! ..... und mir einige Vorschläge gemacht wie man das Problem hoffentlich lösen könne; gesagt getan (hoffentlich) wir hatten eine relative alte Simkarte und diese wurde jetzt ausgewechselt und das sollte im Prinzip das Problem eliminieren!

 

Am ersten Wochenende gab es einen Brunch bei meinen Eltern. Anwehsend waren mein Bruder Hans (Gabi war leider krank), Irma und Bruno, Nicole und Yvonne. Das war fast schon eine Familien Zusammenkunft; und alle anwehsenden beschlossen so einen Brunch bald zu wiederholen.

In Zürich musste ich einige Einkäufe machen, wie zum Beispiel eine kleine kompakte Computer Tastatur, ein 12 Volt Ladegerät, die üblichen Schweizer Köstlichkeiten etc. etc. Viele Freunde wurden entweder getroffen oder per Telefon kontaktiert und die Tage vergingen wie im Fluge und schon war ich wieder am einpacken und das natürlich mit gröster Sorgfalt, da auf der Rückreise Platz und Gewicht immer ein Problem darstellen!!

 

Am Sonntag Nachmittag, 15. Februar, ging ich dann per Bahn wieder nach Basel, ich hatte dort ein Hotelzimmer gemietet; somit war das einchecken am nächsten Morgen früh einfach und schmerzlos! Ich hatte auch beschlossen die Distanze Istanbul – Marmaris dieses Mal per Flugzeug zu überbrücken um mir die lange Busfahrt zu erspahren. Nun, schon wieder was gelernt; der Flug mit EasyJet Istanbul – Basel war sehr günstig, aber wenn man dann alles drum und dran dazu zählt dann hätte man auch einen Flug buchen können der wohl etwas teuerer war aber dafür wären die Nebenkosten günstiger gewehsen! Fazit, es ist nicht alles Gold was glänzt......aber das wussten wir ja alle schon längst!

 

Jetzt sind wir wieder fleissig am arbeiten; wir haben noch einige kleine und grössere Sachen zu erledigen bevor unser Zigeunerleben wieder los geht!

Marmaris, 21 Janaur 2009 

 

Nun, verspätet, aber trotzdem von Herzen, ein gutes Neues Jahr!

Wir sind seit dem 16 Oktober in Marmaris.

Hier sind wir nun für den Winter 2008-09 und die Zeit vergeht wie im Fluge. Wir haben unsere technischen Probleme behoben, wir haben die festtage gut überstanden, speziel weil unser Sohn Lars zu Besuch war aus Kanada. Zusammen haben wir einige resien unternommen damit Lars eine bessere Idee hat von der Türkei. Bevor Weihnachten haben wir die westlische Küste angesehen (Marmaris – Izmir und Inland); Nach Neujahr fuhren wir von Marmaris der Küste entlang bis runter nach Antalya. Am 8. Januar war es dann Zeit für Lars per Flugzeug nach Istanbul zu fliegen, 3 Tage später flug Lars zurück nach Kanada (Victoria, BC). 

Momentan ist Gerry in Holland, seine Eltern feierten den 65sten Hochzeitstag gestern (20.1). Ich werde am 1.2. nach Istanbul fahren und am 2.2 von dort in die Schweiz fliegen für 2 Wochen.

 
Segelsaison 2008:


Doch zuerst will ich noch von unserer Segelsaison berichten. Wir sind von Kusadasi via ein, zwei Ankerbuchten der Türkischen Küste entlang und nach 3 Tagen waren wir in der schönen, gut geschützten Bucht von Ayvalik. In dieser riesigen Bucht, mit vielen kleinen Oertchen wo man herrlich ankern kann, verbrachten wir über eine Woche. Wir sind per Beiboot an land und zu Fuss ins Städtchen Ayvalik marschiert. Aber es dauerte nicht lange und da kam ein Auto und der Fahrer wollte wissen ob wir einsteigen wollten, er meinte es wäre zu heiss um zu Fuss zu gehen. Wir waren richtig froh, dass wir eingestiegen waren, denn wir hatten die Distanz Boot – Dorf etwas unterschätzt, eben wegen den vielen kleinen Buchten welche den Weg „etwas verlängerten“! Das Dorf Ayvalik ist nicht sehr touristisch, und wenn es Touristen hat dann sind es türkische Touristen aus Istanbul! Es war angenehm umherzuspazieren und nicht immer von Verkäufer angequatscht zu werden. Wir genossen es sehr und fasnden einen anderen Ankerplatz etwas näher beim Ort. Ich konnte Gerry überzeugen dass er nach Holland fliegen sollte um an der Hochzeit von seiner Nichte teilzunehmen. Gesagt – getan. Für diese Woche war Octopus und ich jedoch in der Marina von Ayvalik, das war einfacher, so konnte ich kommen und ich musste nicht Angst haben bei schlechtem Wetter dass eventuel der Anker nicht hält!

                                                                                                                            
Mitte Juni war es dann soweit, wir segelten Richtung Griechenland, der Insel Lesbos, zusammen mit dem Segelschiff Panta Rei / Willi und Christina. Erster Halt war das Städtchen Mitilini, dort blieben wir einige Tage am Stadtquai angemacht, es war schön, aber recht lärmig! Nächstes Ziel war eine Bucht im südlichen Teil der Insel, wieder eine grosse Bucht mit vielen Ankermöglichkeiten. Wir entschlossen uns für Skala Loutra, hübsch, geschützt, guter Ankerboden und speziel gut, man konnte per beiboot an Land und mit einem Lokalen Bus sich die Insel ansehen!

Am ersten Abend waren wir ganz alleine, keine anderen Boote, das änderte sich am nächsten Tag und da der Wind immer stärker anfing zu blasen waren wir innert wenigen Tagen 15 Boote! Wir waren immer noch in dieser Bucht am 1.Juli und feierten mit 12 anderen Booten Kanada`s „Geburtstag“! Das war eine tolle party, Octopus war umzingelt von 12 zusätzlichen Beibooten und an Deck wimmelte es nur so mit Leuten! Am nächsten Tag wollten viele wissen wo wir uns aufhalten würden am nächsten 1 Juli!!!!

 
Nach der Insel Lesbos gings Richtung Limnos und dann nach Thassos. Wir mieteten uns jeweil ein Auto oder Moped, um die kleinen Inseln auch „von Innen“ kennezulernen. Leider hatten wir keine guten Unterlagen um die Insel Sumatraki zu besuchen und so ging es weiter Richtung griechisches Festland. Wir fuhren der Ost-Küste der Halbinsel Khalkidhiki entland um den Berg Athos, immer schön brav weit genug entfernt vom Land damit die Mönche auf dieser Halbinsel mich nicht sehen konnten!!!!  Man darf hier auch nicht ankern, und potenzielle männliche Besucher müssen aus Thessaloniki eine Bewilligung holen. Die Chance eine Bewilligung zu kriegen sind gering, im Jahr 2000 wurden 10 Bewilligungen pro Tag ausgestellt. Also muss man diesen Besuch sehr gut planen!  Nun, Spass beiseite, da gibt es wirklich keine weiblichen Wesen, ich glaube seit 2008 gibt es Kühe „von wegen Milch“ und Hühner für Eier! Mönche, Mönche, Mönche und wirklich schäbige Hütten, einfache kleine Häuschen, nicht so kleine bis zu tollen Villen und noch schöneren riesigen Gebäude (sahen eher nach Hotelanlage aus) und natürlich die wirklich schönen Kloster und da denkt man „und das alles für Mönche die ja im Prinzip ohne jeglichen Prunk und Luxus leben“!!

Also wir sind froh dass wir den heiligen Berg Athos gesehen haben, aber diese Tagesreise muss nicht wiederholt werden!

Der mittlere Finger der Khalkidhiki Halbinsel ist der landschaftlich Schönste. Wir ankerten hier und dort und traffen immer wieder unserer Freunde W&C auf Panta Rei. Die Beiden kennen diese Gegend sehr gut und so beschlossen wir ein Auto zu mieten und uns die gegend im Detail anzusehen, inklusive hauptstadt Thessaloniki. 

Unser nächstes Ziel waren die nördlichen Sporaden, angefangen mit der Insel Pelagos, Alonnisos und Skopelos, per Fähre nach Skiathos (weil unser Boot schön sicher fest lag!)

Dann mussten wir entscheiden ob wir Richtung Süden via Evia und Festland gehen würden oder Südöstlich via die östlichen Sporaden. Wir beschlossen südöstlich zu fahren, und machten uns auf den Weg nach der Insel Skiros (die „Windige“; diesen Kosenamen hat diese Insel nicht umsonst!!!!) Wir waren dann tatsächlich auch einige Tage dort weil der Wind uns zu stark bliess und wir nicht „auf See“ wollten. Psaros und Khios waren auf dem Programm, in Khios machten wir uns an der Hafenmauer fest und warteten auch wieder bis der Wind nachlies. Das dauerte recht lange, machte aber gar nichts, wir mieteten wieder ein Moped und sahen uns die Insel im Detail an!! An der Hafenmauer waren in der Zwischenzeit viele Boote und wir machten Hafenmauer Parties, nicht um etwas zu feiern, sondern einfach weil wir alle dort lagen und warteten auf das nachlassen des Windes! Man muss die Feste feiern wie sie fallen.

Bei besseren Windverhältnissen machten wir uns auf den Weg nach Kusadasi; richtig, da waren wir ja schon einmal dieses Jahr!!

Samos und dann die Inselgruppe der Dodokanese (Lipsi, Leros, Patmos, Kalimnos, Simi), das war sehr schön, und immer wenn es windig wurde machten wir irgendwo halt wo wir sicher ankern konnten oder wo wir uns sicher fest machen konnten. Nach Simi segelten wir Richtung Türkei, in die Bucht von Datcha bis ganz ans Ende der Bucht nach Orhaniye. Dort ankerten wir herrlich und genossen es gut geschützt am Anker zu liegen und ganz gemüthlich auszuplämperln. Von hier aus konnten wir mit einem kleinen Bus nach Marmaris fahren (45 minuten) und so konnten wir einkaufen und uns melden in der Marina und sagen, dass wir ganz in der Nähe wären und bald einlaufen würden. Leider hatten wir gegen das Ende der saison etwas „technische Probleme“ und somit beendeten wir unsere Segelsaison etwas früher als geplant. Am 16. Oktober machten wir uns fest am Quai von der Netsel Marina in Marmaris.

So das wär`s, bis zum nächsten mal!

Kusadasi, 14.Mai 2008

Kinder wie die Zeit vergeht; wir haben, sage und schreibe, unsere 5te Segelsaison begonnen!

 

Wir haben Kemer am 17. April nach 6 Monaten Winter-Aufenthalt verlassen. Es ist immer dasselbe jedes Jahr, eigentlich freut man sich auf die kommende Segelsaison und zur gleichen Zeit fällt es einem schwer dem Ort in welchem man quasi Zuhause war den Rücken zuzukehren; aber eben, es war Zeit und wir haben schweren Herzens Abschied genommen von unseren vielen Segelfreunden mit welchen wir einen schönen Winter verbringen durften in Kemer. Kemer ist ein sehr populärer Überwinterungsort; es gab sicher 30-35 Boote mit sogenannten „LiveAboards“ aller Nationalitäten. (Schweden, Australien, Holland, UK, USA, Deutschland, Neuseeland, Canada (es gab noch ein Ehepaar aus Toronto!), und dieses Jahr gab es auch Kinder, je zwei aus Schweden und England. Die Kinder gaben dem Ganzen ein spezielles Flair, da wurde richtig Halloween gefeiert; Schwedische Weihnachten, Karneval und natürlich auch Ostern! In Kemer kann man Tennis spielen, wandern, Morgenturnen, Freitag Abend Konzerte geniessen in Antalya etc. Aber wie gesagt irgendwann kommt dann halt der Zeitpunkt wo man Adieu sagen muss and dann geht unser Zigeunerleben wieder weiter…

 

Jetzt sind wir schon 400 Seemeilen von Kemer entfernt und unser Leben dort scheint soooo lange her zu sein; aber das stimmt nicht ganz, hier in der Marina in Kusadasi sind zur Zeit 2 andere Booten von Kemer (Venus mit Gisela und Uwe aus Deutschland und Puff the magic Dragon mit Dico und Yvonne aus Holland); zudem ist noch Mary Hay hier mit Gill und Carloyn aus England, die beiden trafen wir letzte Segelsaison auf der EMYR. Ihr seht „man trifft sich immer wieder“ ; dass das tatsächlich der Fall ist zeigte ein Mittagessen in Marmaris vor 2 Wochen, dort sassen wir mit Freunden welche wir seit unserer ersten Segelsaison kennen, 2 Ehepaare aus Kanada, Johan und Eva auf Northern Light und Rejeanne und Jean Robert auf Bockra. Wir werden beide wieder sehen im Herbst, da wir alle den Winter in Marmaris verbringen werden!

 

Leider haben wir bis jetzt nicht sehr viel gesegelt, es fühlte sich eher an als ob wir ein Motorboot wären! Aber eben, das ist genau der Grund warum wir früh unterwegs sind, wir wollen in den Norden bevor der berüchtigte Meltemi (Föhn) noch stärker zu blasen anfängt. Wir wollen wie gesagt die Griechische Nordküste ansehen, die soll, laut unseren Deutschen Freunden Willi und Christina auf Panta Rei, wirklich sehenswert sein. Leider sind Willi und Christina noch immer in Kemer und wir hoffen, dass die Arbeiten in Kemer bald fertig sind und dass sie dann gutes Wetter erwischen und bald hier bei uns eintreffen damit wir, wie geplant, zusammen diese Gegend geniessen können. Das wär’s dann, bis zum nächsten Mal, Tschüss und einen guten Sommer allerseits!


Winter 2007 / 2008

Ein Frohes Neues Jahr wünschen wir allen unseren deutschsprachigen Freunden.

Unsere Schweizer Freunde auf der Segelyacht Pipolder haben uns eine herrliche Neujahrs Nachricht geschickt und diese möchte ich mit Euch teilen (ich hätte es selbst nicht besser ausdrücken können - vielen Dank Pipolders!)

"Äs Guets Nöis!, allen wünschen wir GUTE GESUNDHEIT, den Seglern unter uns immer eine Handbreite Wasser unter dem Kiel und den Wind immer aus der richtigen Richtung und sollte der Wind mal aus der anderen Richtung blasen dann ganz einfach Kurs wechseln! Falls die Sonne nicht schein nehmen wir die wärme aus unserem Inneren und geniessen die Tatsache dass wir Gesund sind und dass es uns einfach total GUT GEHT."

Mit anderen Worten, macht das Beste aus Euerem Leben und geniesst es so gut wie möglich!

In diesem Sinne wünschen wir Euch Allen, Segler und NichtSegler ein herrliches 2008   

Segelsaison 2007

November 2007

Unsere 2007 Segelsaison ist zu Ende; es war eine interessante „Runde", wir sind sehr zufrieden mit unserem Unternehmen.

Die Saison startete Anfangs Mai; wir verliessen Montreal/Kanada am 29. April (nur wenige Tage nach der Hochzeit unserer Tochter Kim und Schwiegersohn Sebastian), flogen nach Frankfurt und von dort nach der Türkei/Izmir, weiter per Bus nach Monastir wo unser frisch gestrichenes und repariertes Segelboot „Octopus" auf uns wartete. Thomy hatte (nochmals vielen Dank) die notwendigen Schichten Unterwasser Farbe gestrichen und somit waren wir quasi startbereit. Unser Ziel war Göcek; hier trafen wir auf die EMYR Yachten (Eastern Mediteranien Yacht Rallye) welche das Ralley schon früher angefangen hatten. Das Ralley startete Anfangs April in Istanbul und der Weg führte der türkischen Küste entlang, mit Abstecher nach Süd-Zypern, Türkei, Syrien, Libanon, Israel, Ägypten und zurück nach Israel. Octopus gab uns einige Probleme und somit hatte Brigitte etwas an Vertrauen verloren und als unsere lieben Freunde Gisela und Uwe von der Segelyacht Venus fragten ob wir die Reise mit Ihnen fortsetzen würden? Gesagt getan, wir liessen Octopus in der Türkei/Kemer und reisten mit Venus. (Herzlichen Dank Gisela und Uwe)

Die EMYR war anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Die Tatsache, dass alle Einklarierung- Formalitäten für die diversen Länder für uns geregelt wurden war herrlich. Ankommen und geniessen war die Devise! Wir haben alle Ausflüge mitgemacht und es war wirklich interessant und speziell und wir sind froh diese EMYR mitgemacht zu haben. (mehr Info und Fotos wie immer auf der Englischen Seite „comings and goings")

Wir haben wahrscheinlich einen neuen EMYR Rekord aufgestellt und zwar „die EMYR als „Mitfahrer zu machen". Wir haben sage und schreibe auf 5 Yachten gewohnt während der EMYR. (Unsere eigene Yacht SY Octopus, die deutsche SY Venus, die kanadische SY Kilkea, der englische Katamaran TaraLee und die amerikanische SY Triumph!) ….und wir sind stolz dass wir sagen können, dass wir noch immer „Freunde" sind mit allen Yachtbesitzern! (gar nicht selbstverständlich!!!)

Den Rest der Segelsaison haben wir ganz gemütlich an der Südwestlichen Türkeiküste verbracht. Wir wollten keine grossen Distanzen mehr hinter uns bringen, das hatten wir ja schon gemacht während der EMYR. Von Juli bis Oktober war ein langsameres Tempo angesagt. Es war interessant, wir trafen immer wieder EMYR Teilnehmer in den schönen Buchten welche wir aufsuchten.

Anfangs Oktober brachten wir unser Segelschiff Octopus nach Kemer und wir machten „es" winterfest. Wir packten unsere sieben Sachen und wir waren bald bereit den Wanderweg „Lycian Way" zu attackieren. Dieser Weg versprach herrliche Aussicht auf die türkische Küste zwischen Fethyie und Antaly, total 509 km. Wir wollten den Weg von Fethyie nach Kemer wandern. Wir hatten Karte und Buch/Wegbeschreibung, Wanderstöcke, gute Schuhe, 1x trockene Ersatz Bekleidung, Schlafsäcke, Kochmöglichkeit mit trocken Esswaren, Kopflampen, Pfeifen (Lärm), Pfefferspray und natürlich FirstAid Kit; also recht gut ausgerüstet. Der Weg erwies sich als extrem schwierig, mit schlechten Markierungen, schlecht oder gar nicht „unterhalten", wir waren buchstäblich auf Geröllhalden unterwegs, gottlob hatten wir Wanderstöcke!! Es war sehr ermüdend (rutschig) und leider auch sehr frustrierend (wegsuche) und so brachen wir die Wanderung nach 150km ab. Aber es war landschaftlich soooooooo schön und wir fanden Unterkunft mit so vielen super freundlichen türkischen Bauern, eine Erfahrung welche wir nie vergessen werden.

Jetzt sind wir wieder in der Kemer Marina und es sieht aus als ob bald alle Segelyachten eingelaufen währen.Vor einigen Tagen gab es ein Feuer in der Marina. Das war unglaublich wie schnell das Feuer von einer Gulet (lokales grosses Segelboot welches Touristen in Buchten faehrt) zur anderen uebersprang. Gottlob hatte es NULL WİND ansonsten haette es RIHTIGE PROBLEME geben koennen.

Ende Oktober war Halloween und am letzten Montag hatten wir Planungstreffen aller Segler welche den Winter in Kemer verbringen. Sieht aus als ob nicht viel Zeit bleibt fuer Reparaturen. Hier in Kemer kann man den ganzen Tag was tun sei es sportliches oder lehrreiches. Gerry hat sich bereit erklaert die Kemer Segler Zeitung zu leiten. Ich werde mit der Administration beschaeftigt sein, den woechentlichen und monatlichen 'Fahrplan' zusammenzustellen und Fotos einzusammeln von den diversen Aktivitaeten wie Wanderungen und Feste (Thanksgiving, Weihnachten, Silvester etc). Also sind wir beide beschaeftigt.

Das Wetter hier ist immer noch recht warm. Viele Leute sind noch taeglich am schwimmen im Meer. Es soll moeglich sein das ganze Jahr zu baden; sehr schoen weil man dann die verschneiten Berge sieht und zur selben Zeit im Meer schwimmt.

Ihr seht es gibt einen vielversprechenden Winter mit ein oder zwei Abstechern in die Schweiz resp. nach Holland, kombiniert mit der Dusseldorfer Boot 08.


Juli 2007

Wir sitzen zur Zeit in der Kemer Marina in der Türkei und wir sind fest daran uns zu entspannen; leichter gesagt als getan!!!!

 

Aber alles der Reihe nach. Nach der 90sten Geburtstags Feier von Gerry’s Vater Anfangs April flogen wir, das heisst Tochter Kim, Sohn Lars, Gerry und ich von Holland nach Kanada. Beide unser Kinder waren für diesen speziellen Geburtstag kurz nach Europa gekommen, mit natürlich einem Abstecher in die Schweiz um auch Ihr Grosi und Opa Werner zu besuchen. Es war ein Wirbelwind Besuch aber schön war es trotzdem!

 

In Montreal, Kanada verliess uns Lars, er musste weiter fliegen in den Westen, er wohnt ja seit 9 Monaten auf Vancouver Island in Victoria. Wir, Kim, Gerry und ich wurden abgeholt von Seba (Kim’s Verlobten (jetzt Mann)) und wir konnten gerade vom ersten Tag an den Montreal Winter geniessen, es schneite und es war KALT!

In Ottawa besuchten wir Freunde, trafen Seba’s Eltern und halfen mit den letzten Vorbereitungen für die Hochzeit. Schnell verging die Zeit, auch die Woche in der Dominikanischen Republik. Das Wetter spielte mit, die Sonne strahlte, der Himmel war Postkarten blau und alle waren zufrieden. Danke Kim und Seba, es war schön, ich hoffe Ihr Beiden seht das jetzt auch so und Ihr erinnert Euch nur noch an die positiven Erlebnisse!

 

Am 30. April flogen wir dann von Montreal, via Frankfurt, nach Izmir in der Türkei; von dort per Minibus, Bus und Taxi nach Marmaris wo unser Segelboot auf uns wartete. Jetzt musste alles schnell voran gehen, wir hatten 1 Woche um die letzten Vorbereitungen zu treffen und um unseren Weg nach Göcek zu finden, unserem Startpunkt der EMYR 2007. Die EMYR (Eastern Mediterranean Yacht Rally) startete am 24. April in Istanbul. Am 10. Mai macht die EMYR halt in Göcek und ab diesem Zeitpunkt werden wir dieses Rally mit segeln/fahren. Die Reise führt uns weiterhin der Türkischen Küste entlang, Richtung Syrien, mit einem Abstecher nach Nord-Zypern. Leider machte uns Octopus etwas Kummer, wir mussten eine Einspritzdüsen-Halterung ersetzten (ja wir hatten so eine Halterung/Bracket in unserem Ersatzteillager!), während der nächsten Reise machte die Lichtmaschine nicht mit! Da hatte ich etwas Bedenken, ich meinte, dass wir nicht in uns so fremde Länder reisen sollten mit einem Boot welches uns „Sorgen“ macht und so erkundigten wir uns im nächsten Hafen ob jemand „Mitfahrer nötig hätte“?! Unsere Freunde Gisela und Uwe vom Segelschiff Venus (herzlichen Dank Venusians) meinten sofort dass wir mit Ihnen mitfahren könnten; gesagt getan und so blieb Octopus in der Türkei in Kemer (Lat 36 36 30N, Long 030 34 30E) in der Marina.

Die diversen Ausflüge welche für die Rally Teilnehmer in den verschiedenen Städten organisiert wurden waren alle, ohne Ausnahme,  sehenswert und interessant. Uns hat vor allem Syrien und der Libanon beeindruckt; die Leute waren auffallend freundlich, viele Familien suchten Kontakt meistens mit Hilfe ihrer Kinder welche etwas Französisch und/oder Englisch sprachen. Auf N-Zyperns ging die Tour von Girne (Kyrenia) aus Richtung Magosa-Farmagusta. Wir besuchten alte Venezianische Ruinen, die gotische St. Nicholas Kathedrale und das St. Barnabus Kloster. In Syrien (Lattakia) besuchten wir Damaskus (Umayyads Mosche, St. John the Baptist Basilica, Hamidiyeh Souk/Basar), Palmyra, Alleppo, Ugarit (ältestes Alphabet) die „Crusader“ Schlösser Krak des Chevaliers und Saladin. Unser nächster Stop war Jounieh, ein Vorort von Beirut in Libanon. Auch hier waren wieder etliche Reisen auf dem Programm. Leider konnten nicht alle durchgeführt werden wegen den internen Unruhen. Das war höchst bedauerlich, Baalbeck (World Heritage Site) wurde uns nicht empfohlen! Aber wir sahen trotzdem sehr viel schönes (Beirut, das Historische Museum in Beirut, Byblos, Jeita Grottos (leider durfte man keine Fotos machen), Harissa)

Nächster Halt war Haifa in Israel. Die Fahrt von Jounieh nach Haifa war, wie fast alle anderen Fahrten auch, eine Nachtfahrt. Wir wussten dass die Israelische Armee sehr strenge Kontrollen durchführt und so waren wir nicht überrascht als Mitten in der Nacht ein enormer Scheinwerfer auf uns gerichtet wurde! Auch über Funkt wurde man buchstäblich mit Fragen bombardiert, wie gesagt, gottlob wurden wir von der EMYR Organisation auf diese Prozedur gut vorbereitet. Überhaupt muss man sagen, das ganze Rally war von A bis Z super organisiert. Hier in Haifa gab es eine Stadtbesichtigung, wir besuchten Acco (Crusader Castle) die Grenzstadt zwischen dem Libanon und Israel, Galiläa, Nazareth, Jordan River, Golan Heights. Von Haifa ging es weiter nach Ashkelon, unsere letzte Fahrt auf dem Segelschiff „Venus“. Uwe und Gisela erwarten Besuch in der Türkei und somit gehen die Beiden retour von hier. Für uns heisst es unsere „Sieben Sachen“ packen und umziehen auf das Boot von Marion und David (Kanadier von Vancouver). Von Ashkelon aus besuchten wir das Tote Meer und Masada. Unsere nächste Reise per Schiff (wir segelten zum ersten Mal) brachte uns wieder in ein neues Land, dieses Mal Ägypten. Von Port Said aus sahen wir Kairo, das sehr bekannte Museum (Tutankhamun, Royal Mummies), Khan Khalili (Basar), Pyramides of Giza, Sphinx und das Tal der Tempel.

Nun Retour nach Israel (wir segelten zum zweiten Mal!!), dieses Mal machen wir Halt in Herzliya, Vorort von Tel Aviv. Hier gibt es noch einen Ausflug nach Jerusalem. Dann heisst es Abschied nehmen, das Rally ist zu Ende. Doch die meisten Teilnehmer beschliessen die Gelegenheit zu nutzen und eine Reise nach Jordanien zu organisieren. Gesagt getan, wir machen 3 Tage Jordanien um Petra zu besuchen. Petra war nun wirklich das Tüpfchen auf dem I! Eine Reise wert!

Am 27. Juni ging die Reise per Segelschiff „Triumph“ (Eileen und Richard aus den USA) Richtung Türkei. Wir waren 2 Nächte, 3 Tage unterwegs und wir machten Halt in Finike, eine Stunde Busfahrt von Kemer. Triumph ging dann nach Marmaris und wir gingen zurück zur Kemer Marina wo Octopus (staubig aber sonst OK) auf uns wartete!

 

Alles in allem muss ich sagen, es war unwahrscheinlich interessant, wir haben so viele historisch wichtige Orte/Sachen  gesehen, es war richtig beeindruckend und faszinierend und um ehrlich zu sein, sehr anstrengen. Ich habe bis jetzt nicht erwähnt dass es in jedem Ort (Hafen, Marina) wo wir willkommen geheissen wurden immer offizielle Cocktails und/oder Abendessen gab mit Ansprachen, Ehrungen und oft mit ausserordentlich guter lokaler Unterhaltung, Musik und Tanz. Einer der Hauptorganisatoren sagte am Anfang des Rallys, dass „schlafen“ nicht obligatorisch wäre bei diesem Rally und dass man jede Gelegenheit zum „Nickerchen machen“ packen soll. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht wie Recht er hatte!! Macht nichts, es war TOLL und wir sind sehr zufrieden und glücklich dass wir trotz Bootproblemen das Rally haben mitmachen können. Wir haben 7 verschiedene Länder besucht, ich sage absichtlich „nur besucht“, diese Kurzbesuche haben uns Appetit gegeben und wenn sich die Möglichkeit wieder bietet einige dieser Länder in mehr Details zu sehen werden wir diese Gelegenheit auch packen. Selbstverständlich haben wir auch viele nette Segler (und auch Motorboot Leute) kennengelernt aus zirka 29 Nationen. Einfach eine tolle Erfahrung!

 

Jetzt sind wir wieder in der Kemer Marina in der Türkei und wir geniessen das Faulenzen und Ausschlafen, doch schon „kribbelet“ es bei uns wieder und wir werden demnächst aufbrechen und Kemer Marina verlassen und in einer der vielen schönen Buchten Anker legen; wir sind sicher dass wir einige EMYR Boote treffen werden diesen Sommer und wir freuen uns auch auf den kommenden Winter hier in der Kemer Marina.

Bitte wie immer die Bilder von unserern Törns auf der "Comings and Goings" Seite ansehen.








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